dasReviervon zimplico

Ein Revier zu führen ist Arbeit.
Ein Jäger jagt selten nur in einem.

dasRevier ist beides: die Karte, mit der ein Pächter sein Revier führt — Grenzen, Orte, Abschussplan, Mitglieder — und ein Konto, unter dem ein Jäger jedes Revier findet, zu dem er gehört.

Für den, der das Revier führt

Die Grenze wird auf dem Kataster gezogen, die Fläche rechnet der Server. Orte, Anblicke und Abschüsse stehen an einer Stelle statt in drei Köpfen und einem Heft. Der Abschussplan zeigt Soll und Ist je Klasse, die Meldung an die Behörde fällt daraus ab. Die Drückjagd planen Sie auf derselben Karte — Gruppen, Stände, Sperrsektoren —, und eingeladen wird am Ende auf Knopfdruck. Wer im Revier was darf, entscheiden Sie — und wer gerade wo sitzt, sehen alle.

Für den, der jagt

Ein Konto für jedes Revier, zu dem Sie gehören — als Pächter im eigenen, als Jäger im Nachbarrevier, als Gast bei der Drückjagd. Umschalten statt neu anmelden. Ihr Profil und Ihr Jagdschein liegen einmal vor, Ihre Anblicke und Abschüsse bleiben Ihnen zugeordnet — auch wenn Sie ein Revier wieder verlassen. Wer als Gast anfängt, behält das Konto: mit dem eigenen Revierbuch, in dem der Jagdtag stehen bleibt, und mit dem Weg, ein eigenes Revier zu zeichnen.

Grenze und Fläche

Die Grenze rastet auf den Flurstücken des amtlichen Katasters ein, Eckpunkt für Eckpunkt. Die Fläche in Hektar rechnet der Server aus der Geometrie.

Flächen ohne Jagd

Befriedete Bezirke und selbst gesetzte Sperrflächen — Hofstellen, Gärten, ein Spielplatz, der Streifen am Radweg. Sie liegen auf der Karte, ihre Hektar werden von der bejagbaren Fläche abgezogen, und sie stehen auf dem gedruckten Blatt.

Orte im Revier

Hochsitze, Kanzeln, Kirrungen, Wildkameras, Salzlecken, Tränken, Suhlen, Malbäume — mit Notizen, Aufgaben und Blickrichtung. Auf der Karte nach Merkmal filterbar.

Anblicke

Was wann wo gesehen wurde. Als Heatmap über den Zeitraum, den man gerade wissen will — nicht als Liste, die niemand liest.

Abschüsse und Abschussplan

Wildart, Klasse, Gewicht, Bild. Soll und Ist nebeneinander je Jagdjahr — die Meldung an die Behörde fällt als Datei ab.

Revierbuch und Arbeit

Ansitze, Anblicke, Abschüsse und Arbeitseinsätze nach Tag und Jäger. Dazu die Arbeitsstunden und eine Arbeitsliste je Sitz — aufgeschrieben bei der Begehung, abgehakt wenn erledigt.

Gemeinsam im Revier

Jagdherr, Editor und Jäger mit klaren Rechten. Wer gerade auf welchem Sitz ist, sehen alle — das ist der Sinn davon.

Drückjagd und Gesellschaftsjagd

Ein Tag mit Anfang und Ende: Gruppen mit Farbe und Ansteller, Stände auf der Karte gesetzt und nummeriert, dazu je Stand die Sperrsektoren — die Richtungen, in die nicht geschossen wird, rot eingezeichnet. Freigabe und die Ansagen des Jagdleiters stehen im Wortlaut daneben. Treffpunkt, Rettungspunkt, Streckenplatz und Schüsseltreiben gehören dazu, jeder mit Navigationslink. Die Triebe werden auf der Karte gezeichnet, mit Pfeilen in Gehrichtung. Die Einladungen gehen erst auf Knopfdruck hinaus — nie nebenbei. Und der ganze Tag lässt sich drucken: ein Standzettel je Stand, ein Übersichtsblatt für den Jagdleiter, eine Streckenliste für den Streckenplatz.

Die Standkarte für den Gast

Wer geladen ist, sagt zu oder ab und hat danach seinen Tag auf dem Telefon: Standnummer, Nachbarstände mit Entfernung, die Sperrsektoren, die Ansagen und die zwei Nummern, die man am Morgen wirklich anruft — Ansteller und Jagdleiter. Vom Stand aus meldet er Anblick und erlegtes Stück mit einem Griff. Das Revier selbst sieht er nicht: keine Ortsliste, keine Strecke, keine Teilnehmerliste.

Karte in Blickrichtung

Die Karte dreht sich mit dem Kompass: oben ist, wohin Sie schauen. Der Bestand steht damit nicht nördlich von Ihnen, sondern vor Ihnen.

Gelände und Höhenlinien

Die amtliche Topographische Karte mit Höhenlinien, dazu eine Schummerung aus dem Höhenmodell im Meterraster: Rinnen, Wälle und Hohlwege, die unter dem Kronendach kein Luftbild zeigt — die Formen, an denen Wild zieht. Gekippt wird die Karte plastisch. Das Meterraster holen wir gebietsweise — sagen Sie uns Ihres, dann liegt es da, bevor Sie anfangen.

Wetter und Wind

Zustand, Temperatur, Wind, Dämmerung und Mond über der Karte — und eine Vorhersage über 48 Stunden, Stunde für Stunde. Der Wind zieht als Ebene über das Revier, so schnell, wie er wirklich weht. So sucht man den Sitz fürs Wochenende danach aus, wie der Wind stehen wird, statt es am Waldrand zu merken.

Wenn jemand nicht wiederkommt

Die Anwendung weiß, wer draußen ist — und merkt, wenn jemand über der Zeit ist. Erst eine stille Rückfrage an ihn selbst, denn der vergessene Austrag ist der Regelfall; bleibt sie unbeantwortet, erfährt es das Revier. Sie hat nichts als die Uhr und ist kein Rettungsdienst — aber sie schweigt nicht.

Die Erzählung

Der Nebel in der Senke, der Fuchs, der zweimal vorbeikam, der Schuss, den Sie nicht genommen haben. Ein Eintrag je Tag, mit Bildern, mit dem Wetter des Abends festgehalten. Niemand sonst liest ihn — auch der Jagdherr nicht, es sei denn, Sie erzeugen selbst einen Link. Beim Schreiben hilft auf Wunsch eine KI, die nie etwas hinzuerfindet.

Berichte, die abgegeben werden

Die Behördenmeldung als Datei, der Genossenschaftsbericht ohne Namen und Positionen, der Hegering-Bericht in der Form, die die Hegegemeinschaft braucht. Dazu die Auswertung des Jagdjahres, aufgeschlüsselt je Person. Aus den Zahlen, die ohnehin schon dastehen.

Die Nummern für den schlechten Tag

Polizei, untere Jagdbehörde, Waffen- und Veterinäramt, Nachsuchengespann, Tierarzt, Wildhändler — neben den Mitgliedern des Reviers. Beim Wildunfall nachts an der Landstraße ist die Frage nicht, ob die Nummer irgendwo steht, sondern ob man sie in dreißig Sekunden findet. Ein Tipp wählt.

Die Karte auf Papier

Von A5 bis A0 im echten Maßstab, quer oder hoch — mit Legende, Nordpfeil, Maßstabsleiste und Ortsliste, Maßstab und Kartenansicht zur Wahl. Fürs Auto, den Ansitzrucksack, die Begehung mit dem Verpächter und den Aushang in der Hütte. Wahlweise ohne Namen oder ganz ohne Sitze, wenn es aus der Hand gegeben wird.

Draußen brauchbar

Ohne Netz zeigt die Anwendung das Revier weiter — Grenze, Orte, Strecke —, und Eingetragenes wird nachgesendet, sobald wieder Empfang da ist. Wer weiter geht, nimmt Kartenpakete mit ins Funkloch. Helles Schema für Sonnenlicht, große Schaltflächen, installierbar.

So sieht es aus

Revierkarte mit Grenze und beschrifteten Orten auf dem Luftbild
Die KarteBeim Ziehen der Grenze liegen die Flurstücke des Katasters darunter, und jeder Eckpunkt rastet auf ihnen ein — die Hektarzahl läuft mit. Alles auf dem 20-cm-Luftbild. Und wo ein Landkreis seine Jagdbezirke veröffentlicht, muss niemand nachzeichnen: wir übernehmen die amtliche Grenze und setzen sie ein — es genügt, den Bezirk zu nennen.
Dieselbe Karte mit der Heatmap der Anblicke
Anblicke als MusterWo sich etwas gezeigt hat — nach Wildart und Zeitraum gefiltert, damit die Frage „wo steht das Rehwild abends?" eine Antwort auf der Karte hat statt einer Liste, die niemand liest.
Abschussplan mit Soll und Ist je Klasse
Die StreckeJagdjahr für Jagdjahr, die eigene getrennt vom ganzen Revier, nach Wildart aufgeschlüsselt — und daneben der Abschussplan mit Soll und Ist, aus dem die Meldung an die Behörde fällt.
Karte eines Drückjagdtages: nummerierte Stände in den Farben ihrer Gruppen, rote Sperrsektoren und die Triebe mit Richtungspfeilen
Der JagdtagStände in der Farbe ihrer Anstellergruppe, je Stand die Sperrsektoren in Rot — und die Triebe mit Pfeilen in Gehrichtung. Wer wo steht und wohin nicht geschossen wird, steht auf einer Karte statt in fünf Telefonaten.
Detail einer Kanzel mit Aufgabenliste
Am SitzAnsitz mit einem Tipp eintragen, offene Aufgaben an dieser Kanzel abhaken — auch ohne Netz. Wer sitzt, steht für die Runde auf der Karte: der letzte bekannte Punkt, damit jeder weiß, wer draußen ist. Die Pirschspur dagegen sieht nur, wer sie gegangen ist — und der Jagdherr. „Wo ist er" und „wo war er überall" sind zwei verschiedene Fragen, und nur die erste ist der Sicherheitsfall. Wer die Ortung abschaltet, ist aus beidem heraus.
Revierbuch: das Jagdjahr mit Ansitzen, Anblicken und Strecke, darunter die einzelnen Tage mit Erzählung und Bild
Das RevierbuchJagdjahr für Jagdjahr, und darüber die Zahlen: Ansitze, Anblicke, Strecke, Arbeitsstunden. Darunter die Tage selbst — der aufgeschlagene mit Wetter, Bild und dem, was abends noch dasteht. Es ist das eigene Buch: über mehrere Reviere hinweg, und auch der Tag als Gast auf einer fremden Drückjagd gehört hinein.
Dasselbe Revier auf einem breiten Bildschirm: Karte links, Ortsliste rechts
Am SchreibtischDieselbe Anwendung, nicht eine vergrößerte Handy-Ansicht: die Karte links, die Liste rechts daneben, die Leiste am Rand. Auf dem Tablet ebenso — im Hochformat als Blatt von unten, quer als Spalte.
Gedruckter Standzettel: Standnummer, Karte im Maßstab 1:10.000 mit Nachbarständen und Sperrsektoren, Ansagen, Notfallkasten und Schussmeldung
Und auf PapierEin Blatt je Stand, aus demselben Bestand: Standnummer, Karte im Fachmaßstab 1:10.000 mit den Nachbarn und den Sperrsektoren, die Ansagen des Tages, Rettungspunkt mit Kennung und Koordinaten, die Rufnummern von Jagdleiter und Ansteller — und unten die Schussmeldung, die am Streckenplatz zurückkommt. Dazu ein Übersichtsblatt für den Jagdleiter und eine leere Streckenliste. Papier ist keine Ergänzung: ein Teil der Gäste hat kein Telefon dabei.

Alle Aufnahmen stammen aus einem erfundenen Musterrevier, nie aus dem Revier eines Kunden: Kanzelstandorte sind genau das, was die App drinnen halten soll.

Amtliche Geodaten statt Google

Als Luftbild dient das DOP20 der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (20 cm Bodenauflösung), darunter liegt basemap.de des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie. Beides sind offene amtliche Daten — deren Lizenz erlaubt, was die Nutzungsbedingungen kommerzieller Kartendienste verbieten: Kacheln zwischenspeichern, und damit später Karten mit ins Funkloch nehmen.

Dazu kommen die amtliche Topographische Karte mit Höhenlinien und das Geländemodell DGM1 im Meterraster, aus dem die Schummerung und die gekippte Ansicht gerechnet werden. Das Höhenmodell wird landkreisweise einmal bezogen und liegt danach auf unserem Server — beim Betrachten geht keine Anfrage nach draußen.

Ehrlich zur Abdeckung:

Das hochaufgelöste Luftbild, die Topographische Karte und das Höhenmodell sind hessische Produkte. Außerhalb Hessens bleibt die topografische Karte des Bundes, die deutschlandweit vorliegt, dazu ein bundesweites Relief, das dem Gelände wenigstens seine Form gibt. Reviere in anderen Bundesländern lassen sich damit führen — das scharfe Luftbild und die Höhenlinien fehlen dort aber. Und auch innerhalb Hessens liegt das Meterraster nicht überall, sondern für die Gebiete, die wir bereits geholt haben; ein weiteres kommt auf Anfrage dazu. Jedes Bundesland veröffentlicht dieselben Produkte unter eigener Adresse; weitere kommen dazu, sobald die jeweiligen Dienste eingebunden sind.

Wo die Daten liegen

Ein Revier ist nichts, was man nebenbei preisgibt: Grenzen, Kanzelstandorte, Abschüsse und wer wann wo saß. Deshalb:

Was es kostet

Bezahlt wird das Revier, nicht der Kopf. Wer eingeladen wird, zahlt nie — und behält sein Konto, sein Revierbuch und die eigene Historie über alle Reviere hinweg, unabhängig davon, ob irgendwo ein Abonnement läuft. Der nächste eingeladene Jäger macht das Revier nicht teurer; niemand soll überlegen müssen, ob er sich lohnt.

Frei ist alles Schreiben und das laufende Jagdjahr: Grenze, Einrichtungen, Anblicke, Strecke, Revierbuch, Arbeitsstunden, Einladungen, die Karte mit den amtlichen Daten. Ein neues Revier führt sein erstes Jahr also vollständig kostenfrei — es gibt darin nichts, was älter wäre. Das Abonnement bringt zusammen, was sich angesammelt hat: die vergangenen Jagdjahre, den Vergleich zwischen ihnen, Planung und Auswertung, den Bericht an die Genossenschaft und das gedruckte Paket für den Jagdtag.

Revier bis 250 ha120 € im Jahr
251 bis 500 ha180 € im Jahr
501 bis 1.000 ha260 € im Jahr
über 1.000 ha380 € im Jahr, ab 2.000 ha nach Absprache

Gestaffelt nach Hektar, weil das Gesetz die Grösse eines Reviers selbst in Hektar ausdrückt — und weil ein Preis nach Köpfen den Jagdherrn für jeden Begehungsschein bestraft.

Was dabei entsteht, ist Inventar des Reviers und nicht Privatbesitz des jeweiligen Pächters: Grenzverlauf, Kanzeln und Kirrungen, Strecke und die Geschichte dazu gehören zum Revier wie die Einrichtungen im Wald. Endet eine Pacht, wird die Aufzeichnung an den nächsten Pächter übergeben — er fängt nicht bei null an, und der Genossenschaft geht nicht verloren, was über eine ganze Pachtperiode aufgeschrieben wurde.

Und ein angelegtes Revier bringt die Meldewege mit: die Strecke für die Untere Jagdbehörde und der Bericht für die Jagdgenossenschaft entstehen aus demselben Bestand, in den der Ansitz eingetragen wurde — ohne Abtippen und ohne eine zweite Liste, die man das Jahr über nebenher führt.

Bis zum 31.03.2027 kostet es nichts.

Jedes Revier, das bis dahin dazukommt, ist bis zum Ende des Jagdjahres 2026/27 frei — ein Jahrgang, ein Termin. Wir bauen in dieser Zeit weiter an dem, was danach berechnet wird.

Zugang anfragen

dasRevier wird derzeit auf Einladung vergeben und gemeinsam mit den Revieren weiterentwickelt, die es benutzen. Das Bundesland fragen wir nicht aus Neugier: Jagdrecht ist Länderrecht — Jagdzeiten, die Meldung an die Behörde und die Verfügbarkeit des hochaufgelösten Luftbilds hängen daran.

Wir speichern diese Angaben, um Ihre Anfrage zu beantworten — nicht mehr. Keine IP-Adresse, kein Tracking, keine Weitergabe. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.

Lieber per Mail? horrido@dasrevier.de