dasRevier ist beides: die Karte, mit der ein Pächter sein Revier führt — Grenzen, Orte, Abschussplan, Mitglieder — und ein Konto, unter dem ein Jäger jedes Revier findet, zu dem er gehört.
Die Grenze wird auf dem Kataster gezogen, die Fläche rechnet der Server. Orte, Anblicke und Abschüsse stehen an einer Stelle statt in drei Köpfen und einem Heft. Der Abschussplan zeigt Soll und Ist je Klasse, die Meldung an die Behörde fällt daraus ab. Wer im Revier was darf, entscheiden Sie — und wer gerade wo sitzt, sehen alle.
Ein Konto für jedes Revier, zu dem Sie gehören — als Pächter im eigenen, als Jäger im Nachbarrevier, als Gast bei der Drückjagd. Umschalten statt neu anmelden. Ihr Profil und Ihr Jagdschein liegen einmal vor, Ihre Anblicke und Abschüsse bleiben Ihnen zugeordnet — auch wenn Sie ein Revier wieder verlassen.
Die Grenze rastet auf den Flurstücken des amtlichen Katasters ein, Eckpunkt für Eckpunkt. Die Fläche in Hektar rechnet der Server aus der Geometrie.
Hochsitze, Kanzeln, Kirrungen, Wildkameras, Salzlecken, Tränken, Suhlen, Malbäume — mit Notizen, Aufgaben und Blickrichtung. Auf der Karte nach Merkmal filterbar.
Was wann wo gesehen wurde. Als Heatmap über den Zeitraum, den man gerade wissen will — nicht als Liste, die niemand liest.
Wildart, Klasse, Gewicht, Bild. Soll und Ist nebeneinander je Jagdjahr — die Meldung an die Behörde fällt als Datei ab.
Ansitze, Anblicke, Abschüsse und Arbeitseinsätze nach Tag und Jäger. Dazu die Arbeitsstunden und eine Arbeitsliste je Sitz — aufgeschrieben bei der Begehung, abgehakt wenn erledigt.
Jagdherr, Editor und Jäger mit klaren Rechten. Wer gerade auf welchem Sitz ist, sehen alle — das ist der Sinn davon.
Die Karte dreht sich mit dem Kompass: oben ist, wohin Sie schauen. Der Bestand steht damit nicht nördlich von Ihnen, sondern vor Ihnen.
Die amtliche Topographische Karte mit Höhenlinien, dazu eine Schummerung aus dem Höhenmodell im Meterraster: Rinnen, Wälle und Hohlwege, die unter dem Kronendach kein Luftbild zeigt — die Formen, an denen Wild zieht. Gekippt wird die Karte plastisch.
Zustand, Temperatur, Wind, Dämmerung und Mond über der Karte — und eine Vorhersage über 48 Stunden, Stunde für Stunde. Der Wind zieht als Ebene über das Revier, so schnell, wie er wirklich weht. So sucht man den Sitz fürs Wochenende danach aus, wie der Wind stehen wird, statt es am Waldrand zu merken.
Die Anwendung weiß, wer draußen ist — und merkt, wenn jemand über der Zeit ist. Erst eine stille Rückfrage an ihn selbst, denn der vergessene Austrag ist der Regelfall; bleibt sie unbeantwortet, erfährt es das Revier. Sie hat nichts als die Uhr und ist kein Rettungsdienst — aber sie schweigt nicht.
Der Nebel in der Senke, der Fuchs, der zweimal vorbeikam, der Schuss, den Sie nicht genommen haben. Ein Eintrag je Tag, mit Bildern, mit dem Wetter des Abends festgehalten. Niemand sonst liest ihn — auch der Jagdherr nicht, es sei denn, Sie erzeugen selbst einen Link. Beim Schreiben hilft auf Wunsch eine KI, die nie etwas hinzuerfindet.
Die Behördenmeldung als Datei, der Genossenschaftsbericht ohne Namen und Positionen, der Hegering-Bericht in der Form, die die Hegegemeinschaft braucht. Dazu die Auswertung des Jagdjahres, aufgeschlüsselt je Person. Aus den Zahlen, die ohnehin schon dastehen.
Polizei, untere Jagdbehörde, Waffen- und Veterinäramt, Nachsuchengespann, Tierarzt, Wildhändler — neben den Mitgliedern des Reviers. Beim Wildunfall nachts an der Landstraße ist die Frage nicht, ob die Nummer irgendwo steht, sondern ob man sie in dreißig Sekunden findet. Ein Tipp wählt.
Ein Blatt A4 im echten Maßstab, quer oder hoch — mit Legende, Nordpfeil, Maßstabsleiste und Ortsliste. Fürs Auto, den Ansitzrucksack und die Begehung mit dem Verpächter. Wahlweise ohne Namen oder ganz ohne Sitze, wenn es aus der Hand gegeben wird.
Ohne Netz zeigt die Anwendung das Revier weiter — Grenze, Orte, Strecke —, und Eingetragenes wird nachgesendet, sobald wieder Empfang da ist. Wer weiter geht, nimmt Kartenpakete mit ins Funkloch. Helles Schema für Sonnenlicht, große Schaltflächen, installierbar.
Alle Aufnahmen stammen aus einem erfundenen Musterrevier, nie aus dem Revier eines Kunden: Kanzelstandorte sind genau das, was die App drinnen halten soll.
Als Luftbild dient das DOP20 der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (20 cm Bodenauflösung), darunter liegt basemap.de des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie. Beides sind offene amtliche Daten — deren Lizenz erlaubt, was die Nutzungsbedingungen kommerzieller Kartendienste verbieten: Kacheln zwischenspeichern, und damit später Karten mit ins Funkloch nehmen.
Dazu kommen die amtliche Topographische Karte mit Höhenlinien und das Geländemodell DGM1 im Meterraster, aus dem die Schummerung und die gekippte Ansicht gerechnet werden. Das Höhenmodell wird landkreisweise einmal bezogen und liegt danach auf unserem Server — beim Betrachten geht keine Anfrage nach draußen.
Das hochaufgelöste Luftbild, die Topographische Karte und das Höhenmodell sind hessische Produkte. Außerhalb Hessens bleibt die topografische Karte des Bundes, die deutschlandweit vorliegt. Reviere in anderen Bundesländern lassen sich damit führen — das scharfe Luftbild, die Höhenlinien und das Gelände fehlen dort aber. Jedes Bundesland veröffentlicht dieselben Produkte unter eigener Adresse; weitere kommen dazu, sobald die jeweiligen Dienste eingebunden sind.
Ein Revier ist nichts, was man nebenbei preisgibt: Grenzen, Kanzelstandorte, Abschüsse und wer wann wo saß. Deshalb:
dasRevier wird derzeit auf Einladung vergeben und gemeinsam mit den Revieren weiterentwickelt, die es benutzen. Das Bundesland fragen wir nicht aus Neugier: Jagdrecht ist Länderrecht — Jagdzeiten, die Meldung an die Behörde und die Verfügbarkeit des hochaufgelösten Luftbilds hängen daran.
Lieber per Mail? horrido@dasrevier.de